8. Spieltag SV Lampertswalde - TSV 1862 Radeburg

Tolle Moral der Zillestädter bei denkwürdigen Spiel

 

In der 4. Minute stockte den Radeburger Fans erstmal der Atem. Eine flache Eingabe der Gastgeber nahm Steve Schneider direkt, Karsten Jentzsch lenkte das Leder mit einer Blitzreaktion noch zur Ecke. Ansonsten entwickelte sich eher eine zähe Partie zwischen beiden Strafräumen. Was auffiel, war das Rabu im Gegensatz zur Vorwoche Verbal bedeutend besser drauf war als bei der Arbeit mit dem Ball. Nach 15 Minuten forcierten die Gäste das Tempo, die Abschlusshandlungen waren aber nicht sonderlich gefährlich. Umso überraschender dann die Führung Lampertswaldes in der 26. Einen Freistoß von Rechts unterlief Jentzsch total, Robert Steinborn bedankte sich per Kopfball mit dem 1:0.

Die Hausherren waren wohl noch beim Feiern, denn bereits der nächste Angriff der Gelb-Schwarzen brachte den Ausgleich. Thomas Henker hatte sich im linken Strafraumeck freigekämpft, ein kluger Rückpass auf Sebastian Rothe und der traf mit dem Außenrist. Leider wirkten sich beide Treffer nicht auf das Spielniveau aus, es plätscherte weiter so dahin. Bis in der 45. Rothe vorm eigenen Strafraum eine Ballannahme völlig missglückte. Die entwickelte sich nämlich zur perfekten Schusschance für Patrick Unglaub. Der zog auch sofort ab und die Kugel schlug im Winkel zum 2:1 ein. Nach der Pause wollte Lampe gleich nachlegen. Nach einem Stockfehler des an diesen Tag ungewohnt unsicher wirkenden Tim Peukert wurde Martin Zschunke auf Rechts freigespielt. Gegen seinen Flachschusshammer hatte Jentzsch keine Chance (54.). Unverständlich die danach wieder lautstark vorgetragenen Proteste der Zillestädter. Mit der Konsequenz das Rothe mit Gelb-Rot vom Platz gehen durfte. Zwei Minuten später lies sich Thomas Henker in der gegnerischen Hälfte zu einem dummen Revanchefoul hinreisen. Glatt Rot und Rabu war nur noch zu Neunt. Wenig Gutes für die Gäste deutete sich an, doch Lampertswalde hörte plötzlich auf Druck auszuüben. Und nun begann die Scheiblichshow. In der 67. erlief sich Andre Scheiblich auf links einen Steilpass von Michael Kotsch und traf zum 2:3. In der 69., nach diesmal groben Schnitzer der Gastgeber, wurde Scheiblich im Strafraum von den Beinen geholt. Kay Richter verwandelte den Elfer humorlos zum Ausgleich. Und bei der Heimelf begann das große Flattern. Die Fehlpässe häuften sich bei ihnen. Mit der doppelten Unterzahl Radeburgs wussten sie gar nichts anzufangen. Zunächst kam es gar noch schlimmer für sie. Scheiblich behauptete sich in der 80. wieder auf Links. Sein Schrägschuss landete punktgenau im langen Eck zum 4:3. Das weckte noch mal den Kampfgeist der Platzbesitzer. Samt Torwart warfen sie nun alles nach vorn, aber Rabu verteidigte mit dem Mut der Verzweiflung. Erst in der dritten Minute der Nachspielzeit gelang Steinborn noch der Ausgleich. Das war zwar noch ein Wehrmutstropfen für die verbliebenen Zillestädter, aber moralisch hat man den Platz als Sieger den Platz verlassen.

 

RaWe

   

fussballerzitate.de

Mein Gegenspieler ist viel mitgelaufen. Ich glaub, wenn ich auf die Toilette gelaufen wäre, wäre der auch noch mitgegangen

Bastian Schweinsteiger

   
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